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Betreiber-Dossier

Rabidi N.V.: alle Casinos & Boni

Zuletzt geprüft am von Emirhan KurtSo prüfen wir

Fakten zu Rabidi N.V.
FirmensitzWillemstad, Curaçao
LizenzenCuraçao OGL/2023/103/0067, WIDERRUFEN zum 11.06.2024 (amtliches CGA-Register)
Aktiv seit2019
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Einordnung

Rabidi N.V. war einer der größten Casino-Betreiber des Graumarkts: eine Curaçao-Gesellschaft (Handelsregister 151791), die seit 2019 weit über 30 Marken betrieb, darunter bekannte Namen wie Casinoly, Rabona, Wazamba, Boomerang, QuickWin und Betriot. Heute ist die Firma ein Lehrstück: insolvent seit Mai 2024, die Lizenz laut amtlichem Enforcement-Register der Curaçao Gaming Authority zum 11. Juni 2024 widerrufen. Auslöser der Insolvenz war ausgerechnet das, wovor Spieler sich am meisten fürchten, eine gerichtlich titulierte, trotzdem unbezahlte Spielerforderung über 244.950 €.

Aufstieg und Absturz

Rabidi wuchs ab 2019 unter der Antillephone-Masterlizenz (8048/JAZ) zu einem Portfolio von 25 bis über 30 Marken. 2024 kam der Bruch: Ein Spieler erstritt eine Forderung von 244.950 €, das Casino zahlte nicht, im Mai 2024 folgte die Insolvenz, im Juni der Lizenzwiderruf. Investigativ-Berichte werfen der Struktur vor, Vermögenswerte vor den Urteilen verschoben zu haben; in Spanien kam eine Millionenstrafe im Zusammenhang mit dem Betrieb von 25 Casinos dazu. Die Eigentümerkette lief über zypriotische Gesellschaften, Zahlungen über zypriotische Payment Agents, bei einem deutschen Gericht liegt dazu die Frage beim EuGH, ob die Curaçao-Insolvenz die Pfändung dieser EU-Konten verhindert.

Die Marken sind nicht verschwunden, sie sind umgezogen

Das ist die wichtigste Lektion für Spieler: Nach dem Lizenzwiderruf liefen viele Rabidi-Casinos zunächst schlicht weiter, ohne gültige Lizenz. Anschließend wanderte das Portfolio in neue Hüllen: über das Übergangsvehikel Liernin Enterprises zur NovaForge Ltd (Marshallinseln/Anjouan), die heute laut Warnlisten 70 bis 100 Marken betreibt. Ex-Rabidi-Namen wie Wazamba, Nomini, Neon54 oder ZetCasino laufen unter neuen Offshore-Papieren weiter, als wäre nichts gewesen. Eine Registerurkunde für die Übertragung gibt es öffentlich nicht, aber die Quellenlage ist über mehrere unabhängige Beobachter konsistent. Unser NovaForge-Dossier führt das Muster fort.

Was das für offene Forderungen bedeutet

Wer noch Geld von einem Rabidi-Casino zu bekommen hat, steht schlecht da: Forderungen müssen im Insolvenzverfahren in Curaçao angemeldet werden, mit ungewissem Ausgang; die Vollstreckung in die zypriotischen Zahlungskonten hängt am EuGH. Deutsche Spieler konnten Verluste bei unlizenzierten Casinos zwar grundsätzlich zurückfordern (gefestigte OLG-Rechtsprechung seit 2022), gegen eine insolvente Curaçao-Hülle läuft dieser Anspruch aber praktisch ins Leere. Genau deshalb gewichten wir bei aktiven Casinos die Frage so hoch, WER eigentlich hinter einer Marke steht.

Rabidi ist das dokumentierte Worst-Case-Szenario des lizenzlosen Markts: erst nicht zahlen, dann insolvent, dann Lizenz weg, während die Marken unter neuer Flagge weiterlaufen. Wer verstehen will, warum wir anonyme Betreiber so streng bewerten, findet hier die Begründung.

Häufige Fragen

Welche Casinos gehörten zu Rabidi N.V.?

Über 30 Marken, darunter Casinoly, Rabona, Wazamba, Boomerang, SlotsPalace, PlayZilla, Nomini, ZetCasino, Neon54, QuickWin und Betriot. Viele dieser Namen laufen heute unter Nachfolge-Strukturen (v. a. NovaForge Ltd) mit Anjouan-Lizenz weiter.

Hat Rabidi noch eine Lizenz?

Nein, die Curaçao-Lizenz OGL/2023/103/0067 ist laut amtlichem Enforcement-Register der Curaçao Gaming Authority zum 11. Juni 2024 widerrufen, die Firma ist seit Mai 2024 insolvent.

Ich habe noch Geld bei einem Rabidi-Casino, bekomme ich es zurück?

Realistisch nur schwer: Forderungen laufen über das Insolvenzverfahren in Curaçao, die Vollstreckung in die zypriotischen Zahlungskonten liegt beim EuGH. Lass dich anwaltlich beraten, aber mit nüchternen Erwartungen.